Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ
Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.
VLÖ - Vereinigung Lohnunternehmer Österreich
Lohnunternehmer-Aktuell, Ausgabe August 2026
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Umgang mit nicht kostendeckenden Kosten
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Änderung im Arbeits- und Sozialrecht
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DeLuTa-Reise 2026
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Maissilierung - die Ernte entscheidet über die Silagequalität
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Anhaltspunkte zur Preisfindung für Silomais 2026
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GLÖZ 6: Anpassung der Mindestabdeckung ab Herbst 2026
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Diesel effizienter nutzen - Teil 2
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Schrittfolge in der Biomassezertifizierung
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Arbeitsmittelverordnung für Forstmaschinen
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Zeitpunkt für die Vermarktung einer Gebrauchtmaschine
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Der Jahresabschluss
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Verkehrsregeln für Radfahrer beachten!
Verzichten Sie auf nicht kostendeckende Preise!
Liebe Mitglieder, geschätzte Lohnunternehmerinnen und Lohnunternehmer,
in Zeiten härteren Wettbewerbs werden Verrechnungspreise verstärkt diskutiert. Manche Kunden, aber auch Anbieter feuern den Wettbewerb um Dumpingpreise bewusst an. Verzichten Sie bitte auf dieses grausame Spiel!
Es verliert dabei jeder: Zuerst der Anbieter, später der Kunde, denn der Leistungserbringer muss sein Qualitätslevel reduzieren. Es entsteht folglich ein Verlust an Zuverlässigkeit, Arbeitsqualität und Serviceorientierung. Professionelle Dienstleister treten dafür ein, dass sie eine hochwertige Arbeit zu reellen Preisen und nicht zu Schleuderangeboten bieten. Wie funktioniert das, wenn neue Maschinen im Einsatz sind, eine professionelle Arbeit erbracht wird und das zu „Billigpreisen“ erfolgen soll? Viele fragen sich, wie kann das für die nächsten Jahre gehen? Jüngere Unternehmer, oder dort wo der Wettbewerb besonders hart läuft, lassen sich manche Anbieter zum Dumping locken. Nach näherer Betrachtung kommt man meist dahinter und stellt Erkenntnisse dazu fest. Es könnte sein, dass die Fahrer nicht zur Sozialversicherung angemeldet sind, eine Feldrandabrechnung erfolgt, der Unternehmer aus seiner pauschalierten Landwirtschaft zuschießt, möglicherweise Bauland verkauft hat und daraus erzielte Einnahmen zur Finanzierung von Maschinen dienen.
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Maissilierung – die Ernte entscheidet über die Silagequalität
Die Qualität einer Maissilage wird durch Sortenwahl und Kulturführung und Witterung vorbestimmt. Einen entscheidenden Einfluss hat aber auch die Erntetechnik. Ziel ist es, perfekt konservierte, hoch verdauliche Maissilagen mit guter aerober Stabilität zu erzeugen.
Der richtige Trockenmassegehalt (TM)
Der optimale Erntezeitpunkt liegt bei einem Trockenmassegehalt der Gesamtpflanze von 32 bis 38 %. In diesem Bereich ist die Stärkeeinlagerung bereits beendet und es erfolgt nur mehr die Trocknung. Bei höheren TM-Gehalten sinken Verdichtbarkeit und Verdaulichkeit der Pflanzen sehr rasch.
Zur Einschätzung des Trockenmassegehaltes bedient man sich der Körner und der Restpflanze. Befindet sich die Milchlinie etwa im letzten Drittel des Korns und sind die Körner von außen mit dem Fingernagel noch eindrückbar, nähert sich der Bestand häufig dem optimalen Erntefenster. Dabei sind die inneren Körner noch etwas in Milch. An der Restpflanze sind maximal 3 Blätter vertrocknet.
Am genauesten ist die Trockenmasseanalyse im Labor. Man kann aber auch zuhause die Trockenmasse bestimmen. Dazu wird eine repräsentative Pflanze gehäckselt, und 100 g davon in einer Mikrowelle bei ca. 450 Watt für 3 Mal
4 Minuten getrocknet. Die Rückwaage ist der Trockenmassegehalt in Prozent. Alternativ kann man auch mit der Heißluftfritteuse 100 g über 45 Minuten bei 120°C trocknen.
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Anhaltspunkte zur Preisfindung für Silomais 2026
Für Silomais gibt es keine Preisnotierungen. Daher orientiert sich die Preisfindung vor allem an den Preiserwartungen für Körnermais und den eingesparten Trocknungskosten. Da bei der Nutzung der gesamten Pflanze deutlich mehr Nährstoffe vom Feld abgeführt werden als bei der Ernte von Körnermais, beeinflussen auch die Düngerkosten die Preisbildung. Beim Kauf oder Verkauf ab Feld ist darüber hinaus eine möglichst realistische Einschätzung des zu erwartenden Ertrages entscheidend.
Preisschwankungen zu erwarten
Im Gegensatz zu den Vorjahren bestehen heuer ungewöhnlich viele Unsicherheitsfaktoren. Die ersten Preisbildungen für Körnermais der Ernte 2026 liegen derzeit bei rund 260 Euro pro Tonne inklusive MwSt., wobei in den nächsten Wochen mit stärkeren Preisschwankungen gerechnet werden muss. Die Bestände präsentieren sich aufgrund der bislang schwierigen Witterungsbedingungen bereits jetzt sehr unterschiedlich. Der weitere Witterungsverlauf wird den Maisertrag und damit das regionale Angebot sowie die regionale Nachfrage noch weiter maßgeblich beeinflussen.
Gleichzeitig ist die Entwicklung auf den Vorleistungsmärkten durch geopolitische Entwicklungen, internationale Handelsströme und die weltweite Düngemittelverfügbarkeit deutlich volatiler geworden.
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Schrittfolge in der Biomassezertifizierung
Mit der Umsetzung der RED III (Richtlinie EU 2023/2413) durch Novellierung der Nachhaltigen forstwirtschaftlichen Biomasse-Verordnung) wurden die Grenzen für die Biomasseheizwerke von 20 MW auf 7,5 MW herab gesetzt.
Das hat zur Folge, dass wesentlich mehr der am Markt benötigten Biomasse zertifiziert sein muss.
Was aber muss ich als Biomasse-Brennstofferzeuger oder Händler nun machen, um zertifizierte Ware liefern zu können? Grundsätzlich lässt sich die Zertifizierung in 4 Schritte unterteilen.
1. System-Registrierung
Wenn ich also eine Zertifizierung für Biomasse benötige, muss ich mir zuerst Gedanken machen, welche Arten von Biomasse ich zertifizieren möchte. Das heißt, habe ich ausschließlich Holz aus dem Wald, oder möchte ich auch Biomasse von landwirtschaftlichen Flächen wie Stroh, Miscanthus, usw. liefern oder habe ich sogar Abfälle und Reststoffe für die ich eine Zertifizierung benötige.
Habe ich mir das überlegt, kann ich nun entscheiden, welches Zertifizierungssystem für mich passt. Habe ich ausschließlich lignocellulose-haltige Biomasse und bin ich vielleicht als Forstwirt schon im System PEFC registriert, wird PEFC das richtige System sein.
Habe ich jedoch nicht nur holzartige Biomasse sondern auch andere Materialien, ist wahrscheinlich SURE das passende System für mich.
5 Jahre KV-Agrarservice
Mit 1. März 2021 wurde der KV-Agrarservice – Branchen-Kollektivvertrag für Agrarserviceunternehmen – eingeführt. Damit zählt dieser KV zu den jüngsten Kollektivverträgen in Österreich.
Die Verhandlungen waren im Vorfeld langwierig und von mehreren Unterbrechungen geprägt. Durch die wechselseitigen Bemühungen der KV-Partner Fachverband der gewerblichen Dienstleister und PRO-GE konnte im November 2020 der Durchbruch und somit ein Abschluss für den KV-Agrarservice geschaffen werden. Ein wesentlicher Begleiter zum Gelingen des KVs war die VLÖ mit Helmut Scherzer. Heute ist der KV für die Branche höchst anerkannt und gilt als verlässliche Rechtsgrundlage bei der Beschäftigung von Mitarbeitern.
Für die Arbeitgeber sichert er den Umgang mit Arbeitszeiten, Entlohnungen oder Kündigungsfristen ab. Für die Arbeitnehmer schafft er Verlässlichkeit in der Entlohnung und bei Zulagen und er liefert Anerkennung für die berufliche Tätigkeit.
Kollektivverträge in Österreich
In Österreich bestehen über 800 Kollektivverträge, die rund 98% der Arbeitnehmer mit einer Rahmenvereinbarung absichern. Sie legen branchen- und berufsspezifische Regeln fest, deshalb ist die Anzahl hoch. Mit einem KV werden Arbeitszeit, Zulagen und Zuschläge, Mindestlöhne, Sonderzahlungen, Kündigungsfristen, Arbeitsverhinderung und Ähnliches für eine Branche geregelt. Das schafft Klarheit.
































































































































