Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ
Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.
VLÖ - Vereinigung Lohnunternehmer Österreich
Sachorientierter Umgang in der Preisgestaltung
Die Preisgestaltung für land- und forstwirtschaftliche Dienstleistungen zählt zu den größten Herausforderungen für Lohnunternehmen.
Nahezu jeden agrarischen Dienstleister beschäftigt die so-genannte „steuer- und abgabenschonende Arbeit“, wo Vor-teile aus der landwirtschaftlichen Nebentätigkeit entsprechend genutzt und zum Teil überstrapaziert werden. Wir rechnen damit, dass die Finanz bei diesem Thema nicht ewig zuschauen wird und früher oder später einzelne Be-triebe aufgreift und ihre Beurteilungen dazu vornimmt. Spätestens dann sind sachorientierte Preise gefragt, die sich an den tatsächlichen Kosten orientieren. Bis zu diesem Zeitpunkt führen Dumpingpreise zu ständigen Irritationen von Kunden und Dienstleister und stören das Gleichgewicht am Markt.
Berücksichtigung von Kostensteigerungen
In den letzten Jahren hat die VLÖ jährlich Orientierungswerte zur Anpassung von Arbeitspreisen veröffentlicht. Darin geht es um eine objektive Darstellung von Veränderungen bei einzelnen Kosten. Preisanpassungen sind zum Ausgleich von Teuerungen aus Investitionen, Reparaturen, Personal, Zinskosten und Unternehmenskosten erforderlich. Wer darauf verzichtet, kann kein positives Ergebnis erwirtschaften. Im mittleren Leistungssegment von Antriebsmaschinen (Leistungsgruppe von 240-300 PS) wurde für 2025 ein durchschnittlicher Anpassungswert gegenüber dem Vorjahr von 5,48% ermittelt (Veröffentlichung in Lohnunternehmer aktuell, Ausgabe 099_März 2025).
Positive Mitgliederentwicklung
Die VLÖ setzt den Weg einer positiven Mitgliederentwicklung weiter fort.
300-Mitglieder-Marke
Im Jahr 2024 konnte erstmals die 300-Mitglieder-Marke durchstoßen werden. Aktuell sind in der VLÖ 316 Mitglieder erfasst. Diese verteilen sich über alle Bundesländer. Stärkstes Bundesland ist Niederösterreich mit 100 Mitgliedern, gefolgt von Oberösterreich mit 93 Mitgliedern. Im aktuellen Jahr sind 24 Mitglieder beigetreten. Parallel dazu beschäftigt die VLÖ auch die starke Fluktuation innerhalb der Branche, die bei den Mitgliedern leider zu erkennen ist. Korrekt arbeitende gewerbliche Dienstleister sind aufgrund der katastrophalen Wettbewerbsbedingungen im Agrarbereich massiv benachteiligt (zwischen 60 und 65% des Dienstleistungsumsatzes erfolgt in der sogenannten „Grauzone“) und dadurch gezwungen, dieses Segment zu verlassen und in andere Bereiche zu wechseln. Sie haben oft auch nicht die wirtschaftliche Kraft und die Ressourcen, entstehende Abgänge aus anderen Betriebszweigen oder aus Einmaleffekten (z.B. dem Verkauf von Bauland) zu subventionieren. Ebenso können Lohnunternehmen die vielen rechtlichen Vorteile, wie sie beispielsweise in der landwirtschaftlichen Nebentätigkeit vorhanden sind, nicht nutzen. Als Ergebnis zeigt sich in Österreich eine sehr hohe „Grauzone“ und die Abwanderung in andere Segmente.
Ausbringung von Wirtschaftsdüngern – was ist zu beachten?
Die Landwirtschaft wird von vielen Seiten massiv bedrängt, gerade wenn es um die Themen mehr Tierwohl, weniger Betriebsmitteleinsatz, Düngeeinschränkungen, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen reduzieren usw. geht.
Daneben belasten die sinkenden Verkaufserlöse und steigende Kosten für Betriebsmitteleinkäufe die Motivation – und das Ganze bei einem 365-Tage-Job. In diesem Beitrag geht es um die dringenden Erfordernisse, aber auch Chancen der Ammoniakreduktion, im Speziellen bei der Düngung im Ackerbau.
NEC Richtlinie und Ammoniakreduktionsverordnung – was ist das, was soll das?
Der Staat Österreich hat sich im Rahmen der NEC Richtlinie (National Emission Ceilings Directive) zu einer Reduktion von Luftschadstoffen verpflichtet. Hintergrund dieser Verpflichtung ist die Reduktion der Feinstaubbildung. Neben anderen Luftschadstoffen ist davon auch Ammoniak als Vorläufersubstanz von Feinstaub betroffen. 12 % lautet das Reduktionsziel für Österreich berechnet aus dem Basisjahr 2005 und soll bis 2030 erreicht werden. 94 % des Ammoniaks stammen dabei im Wesentlichen aus der tierhaltenden Landwirtschaft und dabei zu 50 % aus der Stallhaltung und der Wirtschaftsdüngerlagerung und zu 45 % aus dem Bereich der Wirtschaftsdüngerausbringung. Im Bereich der Stallhaltung wurden im vergangenen Jahr die Förderrichtlinien auf dieses Erfordernis hin angepasst. Diesbezüglich ist allerdings nur ein sehr langsam wirkender Effekt zu erwarten. Anpassungen am Bestand sind Großteils nicht möglich oder nur mit einem sehr hohen finanziellen Mittelaufwand verbunden. Deshalb ist insbesondere bei der Wirtschaftsdüngerausbringung anzusetzen.
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Unternehmer brauchen fairen Lohn
Liebe Mitglieder, geschätzte Lohnunternehmerinnen und Lohnunternehmer,
in den letzten Monaten wurde mir folgende Frage öfters gestellt: „Wie kann ich als Unternehmer nachhaltig Einkommen schaffen?“ Was ist das Einkommen des Unternehmers? Es ist die Verdienstspanne zwischen dem Erlös beim Kunden und den betrieblichen Aufwendungen. Steigen die Aufwendungen und erfolgt bei den Erlösen keine oder nur eine minimale Steigerung, dann entstehen Verluste und für den Unternehmer fehlt der benötigte Arbeitsverdienst. Er arbeitet umsonst. In der Folge kommen Unbehagen und Verdruss hervor. Wachsen die Aufwendungen, dann müssen die Preise mitgezogen werden. Zu welchem Preis ich meine Dienstleistungen verkaufen kann, wird oft auch durch Mitbewerber bestimmt.
Digitalisierung und Telematik für die Landwirtschaft von morgen
Die Zukunft der Landwirtschaft erfordert Präzision, Transparenz und Effizienz. So können Sie Ihre Produktivität steigern und Ihren Betrieb langfristig optimieren.
Herausforderungen in der modernen Landwirtschaft
Die Landwirtschaft befindet sich im Wandel: Steigende Betriebskosten und wachsende Effizienzansprüche machen innovative Denkansätze und praxistaugliche Lösungen unverzichtbar. Besonders in arbeitsintensiven und zeitkritischen Phasen wie Aussaat oder Pflanzenschutz führen ungeplante Maschinenstillstände und fehlende Echtzeit-Informationen zu höheren Kosten und größerer Arbeitsbelastung. Digitale Technologien zur Erfassung und Auswertung telemetrischer Daten bieten hier wertvolle Unterstützung.
Telemetrie und Telematik erfolgreich in den Betriebsalltag integrieren
Damit digitale Lösungen optimal genutzt werden, sollten Landwirtinnen und Landwirte konkrete Einsatzbereiche definieren – etwa Flottenmanagement, vorausschauende Wartung oder Überprüfung von Qualitätsparametern. Wichtig sind dabei intuitive Bedienbarkeit, zuverlässige Erfassung der Daten und ein sicherer Umgang mit sensiblen Betriebs daten. So werden Abläufe nachhaltig vereinfacht und effizienter gestaltet.
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Im Grünland keine „Güllewürste“ ablegen
Wirtschaftsdünger haben in der österreichischen Landwirtschaft und insbesondere in der Biolandwirtschaft im Sinne der Kreislaufwirtschaft und als Basis einer guten Nährstoffversorgung unserer Kulturpflanzen und Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit eine große Bedeutung. Zusätzlich haben die hofeigenen Wirtschaftsdünger aufgrund der deutlich sichtbarer gewordenen Energieabhängigkeit der Welt eine noch nie dagewesene wirtschaftliche Bedeutung gewonnen. Werden alle in der Gülle enthaltenen Nährstoffe (Phosphor, Kali, Kalzium, …) „mineraldüngeräquivalent“ bewertet, dann ist eine klassische Milchviehgülle bis zu 15 Euro/m3 wert. Berücksichtigt man noch den „Humusersatzwert“ sind es 16-17 Euro/m3 mehr. Aber nicht nur deshalb ist es hoch an der Zeit sich mit möglichen Effizienzverbesserungen im Wirtschaftsdüngermanagement zu beschäftigen, sondern auch aufgrund der immer intensiver werdender Diskussionen um die Geruchsbelästigung im Zusammenhang mit der Wirtschaftsdüngerausbringung.
Damit am Grünland die Düngestreifen nicht zum Problem werden!?
Damit am Grünland die bandförmig abgelegte Gülle nicht in das Futter einwachsen kann ist die Gülle entweder zu verdünnen (Sommergülle 1:1) oder bei größeren Transportentfernungen die Gülle zu separieren. Auch hinsichtlich Gülleseparierung läuft eine Kubikmeterförderung von 1,40/m3, um die hohen Herstellungskosten zwischen 2,5 bis
5 Euro pro Kubikmeter entsprechend reduzieren zu können. Spätestens bei Feld-Hofentfernungen von 5 km und mehr wird die Gülleseparierung bereits aufgrund der eingesparten Transportkosten wirtschaftlich interessant. Der Güllefeststoff kann auch als Einstreualternative zu Stroh in Tiefboxen verwendet werden. Dabei sind jedenfalls Hygienestandards einzuhalten! Es sollte kein Güllefeststoff derselben Tierkategorie von anderen Betrieben als Einstreu mitgeschleppt werden. Das Zwischenlagern von Feststoffen ohne sofortiges Verdichten und luftdichtes Abdecken – Einsilieren – ist unbedingt zu vermeiden. Innerhalb weniger Stunden erwärmt sich der gestapelte Feststoff stark und Coliforme und andere Krankheitskeime vermehren sich sofort.





















































































































