Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ

Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.

Die positiven Effekte einer Zwischen­fruchtmischung sind weitreichend bekannt, durch die extrem stark steigenden Düngermittelpreise gewinnen diese wieder an Bedeutung.

Nach der Ernte ist vor dem Anbau der Hauptfrucht. Eine Begrünungsmischung ermöglicht es die verbleibende Vegetationszeit zu nutzen, um Nährstoffreserven zu mobilisieren und zu speichern. Die Auswahl einer geeigneten Begrünungsmischung als auch Zeitpunkt und Witterungsbedingungen beim Anbau sind maßgeblich entscheidend für den Erfolg im Zwischenfruchtanbau. Eine zeitnahe Aussaat nach der Getreideernte ist zu bevorzugen. Je perfekter die Saatgutablage, desto schneller entwickelt sich ein breitaufgestellter funktionierender Zwischenfruchtbestand.

Kostenlose Stickstofffabrik

Nichtleguminose Zwischenfrüchte sam­meln im Boden alles an freiverfügbaren Stickstoff, den sie durch die Wurzeln aufnehmen können und nutzen ihn hauptsächlich für die Sprossentwicklung. Dadurch wird ein Auswaschen des Reststickstoffes der Vorfrucht verhindert. Finden zusätzlich Leguminosen in der Begrünungsmischung Anwendung wird über die Symbiose mit den Knöllchenbakterien Luftstickstoff in pflanzenverfügbare Form umgewandelt. Hat sich erstmal ein Zwischenfruchtbestand mit hohem Leguminosenanteil etabliert, steht einer kostenlosen Stickstoffproduktion nichts mehr im Wege. Am fleißigsten sind in diesem Zusammenhang großkörnige Leguminosen (Peluschken, Platterbsen, ...). Im Versuchswesen der Saatbau Linz zeigte die Platterbse MONI ein N-Vermögen von 150 kg rein N/ha. Der Schwankungsbereich reicht von 25–150 kg rein N. In Abhängigkeit vom N-min Gehalt im Boden können sich die Leguminosen stärker oder schwächer in der Zwischen­fruchtmischung entwickeln-ein ausge­wogenes Verhältnis stellt sich somit ein. Unsere Premiumzwischenfruchtmischung NITROFIT ist dabei die erste Wahl in Sachen N-Produktion.

 Phosphor ist essentiell

Stickstoff ist der Treibstoff für die Pflanze. Wir dürfen aber nicht auf Phosphor vergessen, welcher eine sehr essentielle Rolle im Energiestoffwechsel einnimmt. Bei der Photosynthese wird Energie (ATP = Adenosintriphospaht) benötigt welche aus ADP (Adenosindiphosphat) + P (Phosphor) erzeugt wird. Die über die Jahre meist ungewollte Anreicherung an anorganischen Phosphor im Boden birgt ein großes Phosphorpotenzial. Auch unsere Zwischenfrüchte benötigen Phosphor. Wir können uns hier die Eigenschaft zu Nutze machen, dass z.B. Buchweizen über die Ansäuerung in der Rhizosphäre oder Mungo durch ihre stark mykorrhizierende Wirkung Phosphor mobilisieren. Durch die Förderung der Vielfalt einer Pflanzengesellschaft diversifiziert beziehungsweise erhöht sich die Aktivität der Mikroorganismen, welche auch zur Phosphormobilisierung beitragen.

 

Nährstofffreisetzung

Die im Spross der Begrünung gespeicherten Nährstoffe werden im Zuge des Abbaus durch die Bodenflora und -fauna freigesetzt. Als Faustzahl gilt: 1/3 wird in der ersten Vegetationsperiode verfügbar; 1/3 wird in der zweiten Vegetationsperiode verfügbar und der Rest kontinuierlich in den Folgejahren. Eine erfolgreiche Etablierung eines Zwischenfruchtbestandes rechnet sich immer, umso mehr in Zeiten von hohen Düngerkosten.

 

Dieser Beitrag wurde von Raimund Brandstetter, Produktmanagement Zwischenfruchtanbau der Saatbau Linz zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

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