Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ

Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.

Am 27. August 2026 fand auf Einladung der VLÖ ein Informationsaustausch mit dem Sozialpartner PRO-GE statt. Vorsitzender der PRO-GE NR Reinhold Binder und Branchensekretär Lukas Brodtrager folgten der Einladung zum Lohnunternehmen Kircher nach Neukirchen an der Vöckla, Bezirk Vöcklabruck. Die Besucher überzeugten sind von der professionellen Arbeit und dem breiten Angebot für landwirtschaftliche Dienstleistungen des Lohnunternehmens Peter Kircher. Der Betrieb bildet Jugendliche im Lehrberuf Land- und Baumaschinentechniker aus. Vorsitzender Binder hob die Wichtigkeit zur Ausbildung von Fachkräften hervor. „Die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen“, unterstrich Binder.

Der gemeinsame Kollektivvertrag ist eine wichtige Stütze in der Zusammenarbeit und schafft gute Grundlagen bei der Mitarbeiterbeschäftigung. Aus diesem Grund wurde bei der Arbeitszeitgestaltung ein höchstmögliches Maß an Flexibilität verankert.

Nach dem Betriebsrundgang erfolgte ein Fachaustausch, wo auf die Herausforderungen und Probleme der Branche näher eingegangen wurde. Leider herrscht im Segment von landwirtschaftlichen Dienstleistungen ein sehr unfairer Wettbewerb. Seriös agierende Unternehmen werden aufgrund sehr großzügiger Reglungen für die landwirtschaftliche Nebentätigkeit und einer sehr stark ausgeprägten Grauzone wahrlich umgangen und hinterspült. Den Lohnunternehmern geht es um mehr Fairness am Markt und um objektive Regeln im Wettbewerb. Professionelle Betriebe arbeiten mit angemeldetem Personal, wo die Vorgaben des Arbeitsrechts einzuhalten sind, Abgaben und Steuern an den Staat abgeführt werden müssen. Mitbewerber im Rahmen von landwirtschaftlichen Nebenrechten arbeiten ohne zusätzlichen SV-Beiträgen und Steuern. Das führt zu einer Kostendifferenz bei den Bruttokosten (inklusive Umsatzsteuer) von 22 bis 25%, wo dadurch viele Beschäftigungsverhältnisse verloren gehen. Landwirte zahlen ungern diese Mehrkosten. Maßnahmen für Gleichbehandlungen sind daher dringend erforderlich.

 

 

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