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Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.

Die Ernte von Dürremais nicht überstürzen

Trockenheitsgeschädigter Mais ist vielerorts stark verkümmert und er wird keinen Kolben bilden können. Von der Ferne wirkt er bereits vertrocknet. Schneidet man jedoch eine Pflanze ab oder knickt man den Stängel, so tritt häufig noch Wasser aus, selbst wenn einige Blätter bereits abgestorbene Spitzen aufweisen. Versuche haben gezeigt, dass solche Pflanzen deutlich unter 25 % Trockenmassegehalt haben. Bei einer Ernte würde Sickersaft entstehen. Bei einer Ernte unter 30 % Trockenmasse tritt Sickersaftbildung auf. Empfehlung: Mit der Ernte warten, bis kein Sickersaft mehr austritt.

Bestimmung des TM-Gehalts

Zur Trockenmasseschätzung nimmt man aus dem Bestand eine repräsentative Pflanze. Tritt beim Abknicken des Stängels Saft aus, ist der Trockenmassegehalt unter 25 %. Tritt kein Saft mehr aus, wird die Pflanze klein zerschnitten (ca. 1 cm Scheiben) oder fein zerhäckselt und die Trockenmasse mittels Mikrowelle, Heißluftfritteuse oder im Labor ermittelt.

Mikrowelle: 100 g Material, 450 Watt, 3 Mal 4 Minuten erhitzen, dazwischen Tür öffnen und Wasserdampf entweichen lassen. Die Rückwaage in Gramm ist der Trockenmassegehalt in Prozent.

Heißluftfritteuse: 100 g bei 120 °Celsius für 60 Minuten trocknen. Auch hier ist die Rückwaage circa der Trockenmassegehalt.

Eine genaue Analyse des Trockenmassegehaltes liefert eine Laboranalyse. Hierzu kann im Futtermittellabor eine Expressanalyse beauftragt werden. Das Ergebnis wird innerhalb weniger Tage telefonisch übermittelt.

Silierung mit Siliermittel

Stark trockenheitsgeschädigter Mais soll in einer unteren Schicht im Silo gelagert werden. Trockene Maisblätter in der oberen Siloschicht würden zu Nacherwärmung führen. Es ist notwendig, heterofermentative Milchsäurebakterien als Silierhilfsmittel einzusetzen.

Dieser Beitrag wurde von DI Gerald Stögmüller, Landwirtschaftskammer NÖ zur Verfügung gestellt. Kontakt: T: +43 50 259 23601, E: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

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