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Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.

Die PEFC-Zertifizierung verlangt bevorzugt zertifizierte Unternehmen bei Holzernte und Waldpflege. Ab 2029 ist bei voll- und hochmechanisierter Holzernte der Einsatz zertifizierter Forstunternehmen verpflichtend, ausgenommen bei Maschinenengpässen aufgrund außergewöhnlicher Schadereignisse.

PEFC-Zertifizierung

Die PEFC-Zertifizierung steht für eine nachhaltige Bewirtschaftung von über 80% der österreichischen Waldfläche. Mehr als 100.000 Waldbesitzer sind Teil dieser kostenlosen Zertifizierung, die Großteils über den Holzwerbebeitrag finanziert wird. Im Zuge der letzten PEFC-Systemrevision wurden die Vorgaben zum Einsatz von Forstunternehmen überarbeitet.

In einer Übergangszeit bis Ende 2028 gilt nun: Bei regionaler Verfügbarkeit und bei ähnlichem Kosten- und Leistungsangebot sollen für Holzernte und Waldpflege bevorzugt jene Dienstleistungs- und Lohnunternehmer beauftragt werden, die über ein gültiges Dokument eines von PEFC Austria anerkannten, Kontroll- oder Zertifizierungssystems verfügen. Ein solches System ist beispielsweise ZÖFU-Zertifiziertes Österreichisches Forstunternehmen.

Unternehmen ohne Zertifizierung

Greifen Waldbesitzer auf ein nichtzertifiziertes Unternehmen zurück, verlangen diese vom Unternehmen eine Bestätigung für die angemessene Qualifikation als Voraussetzung für ihr Tätigwerden, damit folgende Punkte nachgewiesen werden können:

  • Einhaltung des PEFC-Standards für nachhaltige Waldbewirtschaftung
  • Einhaltung nationaler und internationaler Arbeitnehmerrechte
  • Anmeldung der Arbeitskräfte zur Sozialversicherung und kollektivvertragliche Entlohnung
  • Durchführung der Arbeitsplatzevaluierung und ordnungsgemäße Unterweisung
  • Geeignete Sicherheitsbekleidung und -ausrüstung

ZÖFU spart Zeit und Bürokratie

Um Aufwand, Diskussionen und spätere Überprüfungen von Nachweisen zu vermeiden, empfiehlt es sich daher, von Beginn an ein ZÖFU-zertifiziertes Unternehmen zu beauftragen. Das Gütesiegel “Zertifiziertes Österreichisches Forstunternehmen“ steht für:

  • ökologisch und sozial nachhaltiges Arbeiten
  • gut ausgebildete Mitarbeiter
  • einwandfreie, moderne Technik

Zertifizierte Unternehmen heben sich damit klar von Billiganbietern ab und geben Waldbesitzern Sicherheit: Die Arbeiten entsprechen allen Anforderungen des PEFC-Systems und werden fachlich hochwertig ausgeführt. Eine aktuelle Liste aller zertifizierten Unternehmen ist unter www.zoefu.at verfügbar.

Forstakkordanten

Wer auf einen Forstakkordanten setzt, der im Rahmen der land- und forstwirtschaftlichen Nebentätigkeit arbeitet, benötigt keine zusätzliche Zertifizierung des Unternehmens. Es genügt, wenn der Akkordant selbst mit seinem eigenen Wald an der PEFC-Zertifizierung teilnimmt - dadurch sind ihm alle Vorgaben bekannt.

Verpflichtende Zertifizierung ab 2029

Ab dem Jahr 2029 gilt: Für voll- und hochmechanisierte Holzernte (z.B. Harvester, Forwarder, Schlepper mit Prozessor oder Seilgerät mit Prozessor) dürfen nur mehr zertifizierte Forstunternehmen beauftragt werden.

Ausnahme: Bei Maschinenengpässen aufgrund großer Kalamitäten ist die Aufarbeitung von Schadholz von dieser Verpflichtung ausgenommen. Dennoch sollten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer weiterhin zertifizierte Unternehmen bevorzugen, um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten.

Dieser Beitrag wurde von DI Thomas Leitner, Landwirtschaftskammer Österreich zur Verfügung gestellt

 

 

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