Quellen für Brandgefahren reduzieren
Hohe Temperaturen sind ein natürlicher Wegbegleiter für Maschinenbrände, denn funkelnde Steine, ein heißes Lager oder andere heiße Teile können schnell „Feuer fangen“.
In den Sommermonaten muss bei hohen Umgebungstemperaturen trotzdem gearbeitet werden. Wer sich vor den Arbeiten richtig vorbereitet, kann entstehende Gefahrenquellen leichter ausschalten oder Folgen eines Brandes abmildern. Wenn aus der Maschine ein Feuer schlägt, gilt es umsichtig zu reagieren.
In den letzten Wochen waren Maschinenbrände und ebenso Feldbrände in den Berichterstattungen mehrmals zu lesen bzw. davon zu hören.
Regel 1: Regelmäßige und vorbeugende Wartung
Heiß gelaufene Lager zählen zu den häufigsten Brandursachen an Land- und Forstmaschinen. Der rechtzeitige Austausch verschlissener Lager reduziert nicht nur das Ausfallrisiko der Maschine, sondern mindert die Brandgefahr. Lager regelmäßig und nur im benötigten Ausmaß abschmieren. Ausgetretenes Fett kann ein Brandereignis begünstigen. Bewegte Metallteile dürfen nicht reiben, denn durch Reibung entsteht Wärme und in Verbindung mit brennbaren Materialien (z.B. Staub, Stroh, Heu, etc.) entsteht Feuer. Ein Problem sind Steine beim Stroh- oder Heupressen. Der Pickup nicht zu tiefstellen.
Versuchen Sie, dass auf der Maschine kein Staub, Feinmaterial oder Spreu liegenbleibt. Eine regelmäßige Reinigung z.B. durch Abblasen verringert das Brandrisiko. Am Staub kann sich bei hohen Temperaturen schnell ein Feuer entzünden. Täglich soll mindestens einmal am Tag eine Sichtkontrolle und Reinigung vorgenommen werden.
Bei staubentwickelnden Arbeiten z.B. Strohpressen kann eine mehrmalige Reinigung am Tag erforderlich sein. Der gesamte Luftweg für Maschinen wie Zuluft, Abluft, etc. muss frei sein.
Regel 2: Verbindung Traktor mit Arbeitsgerät
Achten Sie bei der Verbindung des Traktors mit dem Arbeitsgerät darauf, dass Sie die Arbeitsmaschine im Ernstfall rasch abhängen können. Eine Zugösenkupplung lässt sich durch Herausziehen des Anhängebolzens schneller lösen als eine K80-Kugelkopfkupplung. Üben Sie den Abkoppelvorgang durch und beschreiben Sie einzelne Arbeitsgänge in einer Arbeitsanweisung. Der Fahrer muss mit dem Abkoppelvorgang vertraut sein, damit er im Ernstfall die richtigen Arbeitsschritte setzt. Von Herstellern werden auch Systeme für eine automatische Trennung des angehängten Geräts vom Traktor angeboten. Für Gespanne, die bei hohen Temperaturen unterwegs sind, lohnen sich diese Anhängetechniken. Vermeiden Sie Eigenbaulösungen, die nicht geprüft und technisch nicht freigegeben sind.
Regel 3: Löschsysteme mitführen und Löschwasser bereithalten
Auf vielen Erntemaschinen werden Feuerlöscher mitgeführt. Diese helfen kleinen Bränden entgegenzuwirken und den Brandherd zu stoppen. Meist entwickelt sich das Feuer so rasch, dass mit Feuerlöscher nur eine Verzögerung in der Brandentwicklung erreicht werden kann. Es geht dabei wertvolle Zeit für den Fahrer verloren. Aus diesem Grund muss er in den verbleibenden Minuten effizient handeln, denn bei angehängten Arbeitsmaschinen sind diese abzukoppeln. Hat der Fahrer eine mobile Löschausrüstung an Bord, dann kann er entstehende Feuer wirksam und erfolgreich bekämpfen.
Sehr hilfreich ist ein Gespann von Traktor und mit Wasser befülltem Güllefass, dass ebenso Brände bekämpfen kann. Das Güllefass hilft in der Bekämpfung, bis die Feuerwehr eintritt und den Brand endgültig löscht.
Regel 4: Anlegen von Brandschutzschneisen am Feld
Auf großen Feldern wird während der Getreideernte das Anlegen von bearbeiteten Streifen empfohlen. Traktor und Grubber ziehen Bearbeitungsstreifen, damit ein entstehendes Feuer sich auf die gesamte Fläche (Verhinderung von einem Überspringen des Feuers) nicht ausbreiten kann. Strohschwaden müssen am Vorgewende unterbrochen werden.
Regel 5: Absetzen des Feuerwehralarms
Beim Erkennen eines Rauchqualms muss die Feuerwehr verständigt werden. Je früher die Feuerwehr benachrichtigt wird, desto kürzer ist die Zeit, bis sie vor Ort sein kann. Der Schaden kann damit kleiner gehalten werden. In der jeweiligen Situation müssen Sie richtig einschätzen, ob Sie innerhalb der nächsten 1 bis 2 Minuten das Feuer selbst entsprechend bekämpfen können. Das Absetzen des Feuerwehralarms muss immer bei den prioritären Maßnahmen ganz oben stehen und eines der ersten Handlungen sein.
Notrufnummer Feuerwehr: 122
Regel 6: Schützen Sie sich selbst!
Bei jeder Aktivität, wo Ihre Gesundheit gefährdet bzw. beeinträchtigt wird, müssen Sie sich schützen. Beim Abblasen der Maschinen mit Luft – hier entsteht eine hohe Staubentwicklung – sollen Sie unbedingt eine FFP2-Maske tragen. Schützen Sie sich ebenso bei entweichenden Gasen infolge eines Brandes durch Schutzmasken. Wenn das Feuer bereits zu groß ist und Sie es nicht mehr bekämpfen können, dann müssen Sie sich selbst in Sicherheit bringen und von der Maschine entfernen.





















































































































