Von 16. bis 25. Jänner haben an vier Tagen die Agrardienstleister-Tage 2018 stattgefunden. Die Veranstaltungen in Waizenkirchen (OÖ), Altlengbach (NÖ), Lannach (Stmk) und Straß/Zillertal (Tirol) wurden gemeinsam mit den Fachgruppen der Wirtschaftskammern abgehalten.

Interessantes Fachprogramm

Durch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer konnten alle WK-Mitglieder vom Fachprogramm profitieren. Weiter wurden die Veranstaltungskosten auf zwei Partner aufgeteilt. „Wir arbeiten für die gleiche Zielgruppe“, ist Fachgruppenobmann KR Otto Ressner, WK Niederösterreich und Obm-Stv. des Fachverbands der Gewerblichen Dienstleister auf Bundesebene überzeugt. „Die Agrarunternehmen geben ein kräftiges Lebenszeichen ab, denn auf Bundesebene wurden viele Aktivitäten gestartet. Dazu zählen die Erarbeitungen für einen Kollektivvertrag, die Erstellung eines Berufsbildes und die Fairness-Initiative, mit der für die Agrarunternehmen verbesserte Rahmenbedingungen geschaffen werden sollen“, ergänzt Otto Ressner. 

Ein abwechslungsreiches Fachprogramm, gute Vorträge und wertvolle Diskussionen kennzeichneten die durchgeführten Veranstaltungen. Insgesamt besuchten über 60 Lohnunternehmerinnen und Lohnunternehmer die Vortragsreihe. Von den Teilnehmern wurden viele Fragen zur Beschäftigung von Mitarbeitern, zur Vorgehensweise der Behörden und zu rechtlichen Themen gestellt.

 

Fachvorträge am Vormittag

An den Vormittagen standen die Fachvorträge zu den Änderungen der Gewerbeordnung und zur Erarbeitung eines Kollektivvertrags (KV) für Agrarunternehmer auf der Tagesordnung. Die Änderungen in der Gewerbeordnung wurden von den Geschäftsführern der Fachgruppen der Bundesländer, bei der Veranstaltung in der Steiermark von Dr. Mosing, Jurist der Rechtsabteilung der WK Stmk vorgestellt. Über den Erarbeitungsstand für den KV Agrarunternehmer informierten Helmut Scherzer, VLÖ und Franz Stürmer, Branchensekretär der PRO-GE. Der geplante KV Agrarunternehmer soll für die gesamte Branche eine Klarstellung und rechtliche Absicherung für die Betriebe und die Mitarbeiter schaffen.

Herr Stürmer ging in seinen Ausführungen auf die speziellen Anforderungen der Landwirtschaft näher ein. Das Ziel liegt auch bei einheitlichen Standards in dieser Branche. Die PRO-GE möchte den KV als „Orientierungs-KV für den agrarischen Bereich“ entwickeln. Deshalb sind die Anforderungen von beiden Seiten sehr hoch.


Helmut Scherzer erläuterte den Erarbeitungsstand zum KV Agrarunternehmer


Franz Stürmer ging auf die Arbeitnehmersicht näher ein

 

Informationsprogramm am Nachmittag

GF Helmut Scherzer stellte am Nachmittag das Leistungsangebot der VLÖ näher vor. In den Vortragsblöcken: Mitgliedervorteile für LU, Behandlung von Teilnehmeranfragen und beim Thema Controlling – Eine wichtige Aufgabe im Unternehmen erläuterte er die erstellten Leistungen für die Mitglieder.

Die VLÖ hat im Versicherungsbereich spezielle Pakete für die Maschinenversicherung und Rechtsschutzversicherung im LU mit dem Versicherungspartner EFM-St. Valentin erstellt. Für die Mitglieder wird damit ein auf die LU-Branche konzipiertes Paket angeboten. Weitere Infos folgten zur Berufskleidung, zum Bezug des Lohnunternehmer-Magazins vom Verlag Beckmann, zum erstellten IT-Datensicherungspaket für lokale PC´s und kleine Netzwerke, zur Winkler-Vorteilsaktion bis 31. März 2018, zum Bezug von einheitlichen LU-Aufklebern, zur Stromkosten-Optimierung und zum LU-Award 2018.

Im Vortrag Controlling: Eine wichtige Aufgabe im Unternehmen ging Helmut Scherzer auf die Bedeutung einer soliden Planung und eines laufenden Reportings ein. Diese soll jährlich erstellt und das Reporting zwei Mal im Jahr durchgeführt werden. Damit sind Abweichungen während dem Jahr besser erkennbar und Gegensteuerungen möglich.

 

Beitragsregelung 2018

Im Vorstand der VLÖ wurde für das Jahr 2018 eine Erhöhung beim Mitgliedsbeitrag erarbeitet. Diese Anpassung wird als Vorschlag in der Bundesversammlung am 23. Februar eingebracht. Mit dem Ausbau der Leistungen für die Mitglieder soll künftig beim Mitgliedsbeitrag eine Berücksichtigung der Unternehmensgröße einhergehen. Der bisherige Mitgliedsbeitrag gilt in Zukunft als Sockelbeitrag mit einer kleinen Indexanpassung, hinzu kommt eine sogenannte Umsatztangente. Die Beitragsregelung 2018 wurde bei den Agrardienstleister-Tagen näher vorgestellt.

Den Abschluss machte der Ausblick für das Jahr 2018. In der Prioritätenliste stehen der Abschluss des KV Agrarunternehmer, die Fertigstellung des Berufsbildes für Agrarunternehmer und die Weiterentwicklung der Verbandsleistungen ganz vorne. Ebenso wurden der Mitgliederausbau und der Ausbau von Firmenpartnerschaften für das Jahr 2018 als klares Ziel festgelegt.


Besucher der Veranstaltung in Altlengbach, NÖ


Teilnehmer der Veranstaltung in Waizenkirchen, OÖ

 

 

 

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