Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ

Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.

Der überbetriebliche Maschineneinsatz in land- und forstwirtschaftlichen und gewerblichen Unternehmen stand im Mittelpunkt einer Weiterbildung für Lehrer und Berater. Am 16. und 17. Oktober 2018 veranstaltete die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik an der HBLA für Forstwirtschaft in Bruck an der Mur ein spezielles Seminar, wo Themen zum Steuer- und Sozialversicherungsrecht für landwirtschaftliche Dienstleistungen und zu Lohnunternehmen behandelt wurden. 

Steuerberater Ing. Michael Hell ging in seinen Ausführungen auf steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Aspekte des überbetrieblichen Maschineneinsatzes näher ein. Im Rahmen der bäuerlichen Nachbarschaftshilfe (Nebentätigkeit) dürfen von Landwirten für andere Landwirte überbetriebliche Maschinenleistungen bis 33.000 EUR bzw. 25% der Gesamteinnahmen des Betriebes erbracht werden. Bei einem Überschreiten liegt steuerrechtlich ein gewerblicher Betrieb vor und die Kriterien der landwirtschaftlichen Pauschalierung sind nicht mehr anzuwenden. Bei Ausweisung von Arbeitsleistungen besteht eine Melde- und Beitragspflicht in der SVB.

Anschließend gab Helmut Scherzer einen Überblick zu Lohnunternehmen in Österreich. Er referierte über die Anforderungen in der Praxis und ging auf die Problemfelder im Näheren ein. Ein wesentlicher Bereich war auch die Vorstellung von Musterkalkulationen. Am Beispiel einer Mähwerkskombination wurden die einzelnen Kostenpositionen näher bearbeitet. In LU müssen zu den Maschinenkosten (variable + fixe Kosten), die Fahrerkosten, Kosten für Regie- und Nebenzeiten, Organisations- und Unternehmenskosten und das Wagnis für Risiko und Gewinn berücksichtigt werden. Zum Abschluss erfolgte ein Überblick zu den Aktivitäten der VLÖ für die Mitglieder und Geschäftspartner.

Mehr Finanzbildung in unseren Schulen

Aus den Erfahrungen in LU und in anderen Unternehmen fordert Helmut Scherzer eine stärkere Ausbildung für Finanzthemen. Der breitere Einsatz von elektronischen Systemen und ein bargeldloser Zahlungsverkehr führen zu einem Verschwinden des Bewusstseins über die Höhe von laufenden Ausgaben. Mittels neuer Methoden z.B. „elektronisches Ausgabenbuch“ könnte ein besserer Überblick zu den getätigten Ausgaben und zum Umgang mit Finanzen geschaffen werden. Er verweist auf Veröffentlichungen von den Beratungsstellen der Schuldnerberatung, die hier einen dringenden Verbesserungsbedarf für unsere Gesellschaft sehen und einen disziplinierten Umgang mit den Finanzen fordern. Der Start könnte im Schulalter, beispielsweis in den Volksschulen gesetzt und in weiterführenden Schulen vertieft werden. Geordnete Finanzen schaffen Zufriedenheit und sichern Lebensqualität.

  

 

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